Steckbrief zu Anja Münch

Auf der Weide

 

Es geht mir in meiner Arbeit besonders um das Lyrische, die Bilderzählung, also darum, Inhalte zu transportieren.Deswegen beschränke ich mich formal auf die bloße Linie, da sie Inhalte am klarsten transportiert, genau wie die Schrift, schwarze Buchstaben auf weißem Grund. Ich versuche, eine persönliche Bildsprache zu entwickeln, eigene "Bildworte" zu formen und mit ihnen Geschichten zu erzählen. Das Thema ist der Mensch in seiner MERK-würdigkeit. Ins Zentrum rückt die Frau. Sie hat keine Augen, ihr Blick richtet sich ins Innere,
zu ihrem Wesen. Die Frau zeige ich in ihrem Alltag, ihren Beziehungen zu anderen Frauen mit gleichem Gesicht,
zu männlichen Wesen und zu dem was auch immer sie umgibt.
Die Figuren agieren in aller Naivität und Unschuld (vgl. Kindfrau), instinktiv wie die Kuh auf der Weide. Ich möchte ironisch von Dingen erzählen, die der Mensch schon selbst über sich weiß, aber über die er sich nicht unbedingt bewusst ist.
Bildszenen können auf den ersten Blick lieblich wirken, offenbaren aber auf den zweiten Blick andere Absichten.