Wasser
Dalmatiner
GS /
Seehund Lieber
blutig als durch
Ich bin an den Farben interessiert, nicht an den Gegenständen. Die Gegenstände oder Motive ergeben sich durch eine Aneinanderreihung von Farbspielen und Farbverläufen.
So sind meine Motive also für mich nichts weiter als der Anlass für Malerei. Ich will nichts transportieren und bin unpolitisch ( zumindest bis jetzt), es geht mir einzig und allein um die
Ästhetik der Farben und die Abstraktheit der naturnahen Malerei, wobei das Sehen der Farben, kleinster Nuancen, die Raffinesse exquisiter Wahrnehmung für mich so ein Hochgenuss sein kann,
vergleichbar mit dem Genuss hervorragender Musik. Dabei muss der Maler jedoch Lust am Malen haben und dies auch in seine Bilder bringen. Ein realitätsnahes Gemälde, das irgendwann nur noch aus
Fingerübung besteht ist langweilig und ausdruckslos wie ein industriell gefertigtes Möbelstück.
Ich versuche in meinen Bildern diese Lust mit hineinzubringen, vernachlässige manchmal technische Ausarbeitung zugunsten des einen schwungvollen Pinselstrichs, der in dem Moment so spontan und
ehrlich rüberkam.
Ausserdem muss der Bildgegenstand für mich aus der Malerei entstehen und Texturen, wie rauh glatt, nass, weich,mit dem Pinsel nachempfunden werden und dadurch leben. Ich halte nichts von
ausgepinselter Zeichnung. Ein Strich, der lustvoll und gut gesetzt ist, ist tausendmal mehr wert, als drei Monate herumgepinsel, um der naturalistischen Korrektheit willen.